Das Navigieren im Ungewissen lehren und lernen
Subjekte. Praktiken. Gegenstände.
Vorläufige Programmübersicht
10:00 Uhr bis 10:30 Uhr
Eröffnung und Programmvorstellung (Leonie Krutzinna und Cornelia Kenneweg)
10:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Kooperative Keynote (Moderation: Anja Centeno)
Saskia Eisenhart (Kiel): Lehren und Lernen selbstbestimmt denken – Subjektwerdung theologisch und (hochschul-)pädagogisch perspektiviert
Wie können Lehr- und Lernprozesse Subjektwerdung fördern? Aus theologischer und pädagogischer Perspektive plädiert der Beitrag für Bildung als offenen, dialogischen Prozess, in dem Lernende mit ihren Fragen, Erfahrungen und Deutungen ernst genommen werden. Im Fokus steht die Frage, wie Hochschullehre Räume schaffen kann, in denen Menschen zu urteils- und handlungsfähigen Subjekten werden.
Lisann Kistenmacher und Julia Stasieniuk (Kiel): Studieren in Krisenzeiten – Werkzeuge und Methoden für die Zukunft
Studieren in Krisenzeiten bedeutet, Orientierung in einer unsicheren und sich wandelnden Welt zu suchen. Geistes- und Sozialwissenschaften vermitteln Werkzeuge, um komplexe Zusammenhänge kritisch zu reflektieren und gesellschaftliche Diskurse aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig wünschen wir uns mehr Räume, in denen nicht nur Probleme analysiert, sondern auch Perspektiven und Zukunftsentwürfe entwickelt werden.
Eva Seidl (Graz): Translationsorientierte, multisensorische Sprachlehre – ein Balanceakt zwischen Fachsozialisation und transdisziplinärem Denken
Wie lässt sich die Ausbildung von Übersetzer:innen und Dolmetscher:innen im Zeitalter generativer KI neu denken? Eva Seidl plädiert für eine fachsensible, translationsorientierte Sprachlehre, die über rein kognitive Zugänge hinausgeht. Ein multisensorischer Ansatz stellt den Menschen ins Zentrum und verbindet gezielte Fachsozialisation mit vernetztem, transdisziplinärem Denken.
Jörg Holten (Greifswald): Im Ungewissen handeln lernen: Zukunftsrelevante Kompetenzen in der Hochschullehre
Was brauchen Studierende wirklich für eine ungewisse Zukunft? Der Beitrag hinterfragt gängige „Future Skills“-Diskurse, die Bildung auf Arbeitsmarktfähigkeit verengen. Stattdessen rückt er Studierende als aktive Gestalter:innen in den Mittelpunkt und plädiert für „zukunftsrelevante Kompetenzen“. Hochschullehre wird dabei als Erfahrungsraum gedacht, in dem durch gemeinsames Handeln, Erproben und Praxis die Fähigkeit entsteht, Zukunft souverän mitzugestalten.
12:00 Uhr bis 12:45 Uhr
Mittagspause im Foyer
12:45 Uhr bis 13:30 Uhr
Marktplatz der Ideen und Ansätze
moderierte Postersession
Anja Centeno García: Nur Mut! Dem Misslingen wohnt das Lernen inne. Überlegungen zur Fehlerkultur für das Navigieren im Ungewissen
Simon Hansen: KI in Geisteswissenschaft und Schule – und was ist mit den Kompetenzen?
Cornelia Kenneweg: Widerstand ist zwecklos, unbequem, wertvoll. Ungewisse Zukünfte, transformatives Lernen und Denken am Limit
Markus Lohse: Navigieren im Ungewissen lehren und lernen. Ein Modellentwurf zur diskursiven Erkenntnisgenerierung
Kati Lüdecke-Röttger und Laura Stupperich: Navigieren an einer deutschen Universität – ein Vorbereitungsmodul zur akademischen und sozialen Integration sowie zur Förderung der persönlichen Entwicklung bildungsausländischer Studierender an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
13:30 Uhr bis 15:00 Uhr
Austausch und gemeinsames Arbeiten in inhaltlichen Tracks
15:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Kaffeepause im Foyer
15:30 Uhr bis 16:00 Uhr
Zusammenführen der Ergebnisse aus den Tracks und Abschluss
