Fachtag kompakt und digital am 07. Dezember 2020 von 13 bis 16 Uhr

15 Nov

Kritisch. Denken. Lehren.

Herausforderungen und fachbezogene Ansätze im digitalen Raum

Kritisches Denken als Haltung und Handwerkszeug will trainiert und professionalisiert sein. Dafür braucht es Räume, Gelegenheiten und vor allem Reflexion. Obwohl kaum jemand bestreiten wird, dass kritisches Denken ein anerkanntes Ziel von Hochschullehre ist, gibt es für die Hochschullehre noch erstaunlich wenig Konzepte, Forschung und Diskussion explizit dazu wie kritisches Denken denn nun konkret zu fördern ist. Diesen Befund hat der Verein HD Text+ e.V. zum Ausgangspunkt genommen, um in Bezug auf die geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Lehre mit Vertreter:innen aus den Fächern und der Hochschuldidaktik in Dialog zu kommen. Aus einem ersten Fachtag zum Thema in Kooperation mit dem Verbundprojekt Lehrpraxis im Transfer plus im September 2018 ging im Dezember 2019 ein Themenheft in der Online-Zeitschrift ‘die hochschullehre’ hervor.

Mit einem Fachtag – kompakt und digital – am 7. Dezember möchten wir in bewährter Kooperation an die Arbeit zum kritischen Denken anknüpfen und dieses Thema mit einer Sichtung von Erfahrungen aus den letzten Monaten verbinden.  Denn bei allen Herausforderungen der Corona-Lehre hat das Sommersemester 2020  auch gezeigt, dass es vielen Lehrenden in des Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften gelungen ist, Lehrveranstaltungen zu gestalten, die kritische Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Gegenstand ermöglichten. Zudem ist die das Emergency Remote Teaching unter Pandemiebedingungen durch einen regen Austausch in den Fachgemeinschaften begleitet worden. Auch an diesen Austausch wollen wir anknüpfen, indem wir beim digitalen Kompaktfachtag hochschuldidaktischen Perspektive und Fachperspektiven mit Fokus auf das kritische Denken zusammenbringen.

Kooperative Keynote und Arbeitsphasen in Diskussionsräumen 

Wir werden auch den digitalen Fachtag mit dem bewährten Format der kooperativen Keynote beginnen, mit der aus unterschiedlichen, durch Auseinandersetzung mit Theorie, Praxis und Erfahrungen bestimmten Perspektiven eine Grundlage für die nachfolgende Diskussion gelegt wird. 

PD Dr. Kristin Eichhorn (Paderborn) und Dr. Thorsten Ries (Gent / Regensburg / N.N.) werden das Portal “Digitale Lehre Germanistik” und Ergebnisse der gleichnamigen Konferenz im August 2020 vorstellen und so einen Einblick geben, ob und wie die Förderung kritischen Denken im intensiven Austausch der germanistischen Fachgemeinschaft zur Online-Lehre thematisiert wurde.  

Eine zweite fachdidaktische Perspektive wird Dr. Andreas Frings (Mainz) einbringen und Erfahrungen zu zwei Herausforderung für die Studierende bei der Online-Lehre berichten: zum Einen die Schwierigkeit Ambivalenzen, Ambiguitäten, Vagheiten und Widersprüche zunächst auszuhalten, um sie bearbeiten zu können, und zum Zweiten die Herausforderung für Studierende die Qualität des eigenen Denkens angemessen einzuschätzen. 

Die hochschuldidaktische Perspektive wird durch Sabine Reisas (Kiel) vertreten, die Fragen und Bedarfe im Kontext der Lehrgestaltung aufgreifen und insbesondere darauf eingehen wird, wie Visualisierungen im Format Forschendes Lernen dabei helfen, Konzepte zu analysieren und Prozesse zu reflektieren.

In den nachfolgenden Arbeitsphasen können folgende drei Schwerpunkte nach Wahl vertieft werden:

  1. Die Fachgemeinschaft als Raum für kollegialen Austausch und Vernetzung. Welche Möglichkeiten bietet der Austausch in der Fachcommunity für die fachbezogene Förderung von kritischem Denken?
  2. Didaktische Gestaltung und Lehrveranstaltungsplanung. Wie kann kritisches Denken in Lehrveranstaltungen entwickelt und gefördert werden?
  3. Hochschuldidaktische Unterstützung. Was kann hochschuldidaktische Beratung zum Thema kritisches Denken beitragen und welche Form der Unterstützung wünschen sich Lehrende?

Bei der kooperativen Keynote und anschließenden Breakout-Sessions sollen Erfahrungen, Good Practices und Ideen rund um das Lehren und Lernen kritischen Denkens gerade, aber nicht nur unter den Bedingungen der Online-Lehre zusammengeführt werden.  

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über den Weiterbildungskatalog der TU Dresden an.

Um die Zusammenarbeit in den Arbeitssessions gut planen zu können, bitten wir um eine Anmeldung bis zum 02.12.2020.

Ansprechpartnerin für Rückfragen zur Anmeldung:

Corina Franke (corina.franke[at]tu-dresden.de)

Ansprechpartnerinnen für inhaltliche Fragen:

Dr. Anja Centeno García, Dr. Cornelia Kenneweg und Dr. des. Anja Swidsinski (info[at]hd-text-plus.de)  

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